14. Hamburgs Spitzen: Ein Tablet in der Hand ist noch keine digitale Kompetenz

In der ehemaligen Kaffeebörse diskutierten „Hamburgs Spitzen“ am Montagabend unter dem Motto „Wohin mit dem ganzen Geld?“ über den Haushaltsüberschuss der Stadt und Investitionen in Bildung, Digitalisierung und Infrastruktur.

Die Devise des Abends: Netzwerken. Und zwar auf höchster Ebene und über alle Branchen hinweg. Zentrales Thema des Abends: „Wohin mit dem Geld?“. Unter der Moderation von ZEIT-Redakteur Oliver Hollenstein diskutierten dazu Finanzsenator Dr. Andreas Dressel, About-You-Geschäftsführer Tarek Müller sowie die Hauptgeschäftsführerin der Handelskammer Hamburg Christi Degen im Rahmen des „Spitzentalks“.

V.l.n.r.: Tarek Müller, Christi Degen und Dr. Andreas Dressel mit Moderator Oliver Hollenstein beim Spitzentalk

 

Einig waren sich die Talkgäste über den Hauptverwendungszweck des Haushaltsüberschusses: „Mehr Geld für Bildung“. Senator Dressel verwies dabei auf die bisherigen Erfolge seiner Regierung, z.B. die steigende Qualität der Hamburger Schulen durch eine Erhöhung der Lehrerzahl.

Christi Degen hingegen legte den Fokus auf die digitale Kompetenzbildung an Schulen: „Ein Tablet in der Hand bedeutet noch keine digitale Kompetenz“, so die Interessenvertreterin der Hamburger Unternehmerschaft. Diese müsse schon in der Schule erworben werden, wofür wiederum höhere Investitionen in moderne Hardware nötig seien. Gleiches gelte für Lehrerfortbildungen als Voraussetzung für neue didaktische Konzepte. Mit dieser Forderung stieß Degen auf offene Ohren und erntete spontanen Applaus. Ähnlich wichtig aus Sicht der Handelskammer-Geschäftsführerin: Investitionen in das „Ökosystem Gründung“ und die Förderung von Startups.

Ein Fachmann in diesem Gebiet ist Tarek Müller: Schon mit 15 Jahren gründete der gebürtige Hamburger sein erstes Startup – einen Onlineshop für Poker-Koffer. Mittlerweile ist der 29-Jährige Geschäftsführer des Mode-Onlinehandels About You. Entscheidend bei der Gründung war vor allem der Mut der Unternehmerfamilie Otto: „Ich kann bis heute kaum glauben, dass der damalige Otto-Group-CEO Michael Otto einem 23-Jährigen, einem 25-Jährigen und einem 30-Jährigen so viel Vertrauen entgegengebracht und mit so viel Kapital und Freiheiten ausgestattet hat. Das ist sehr ungewöhnlich für deutsche Konzerne und macht uns sehr stolz, dass wir das geschafft haben.“

 
V.l.n.r.: Die Gastgeber des Abends: Lars Meier, Jennifer Schönau, Thorsten Dzulko, Jens Meier und Dr. Thomas Brakensiek

 

Im Anschluss an das Gespräch mischten sich die Talkgäste unter die rund 150 Entscheider aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Sport. Für den richtigen Mix an Gästen im AMERON Hamburg Hotel Speicherstadt sorgten die Gastgeber Dr. Thomas Brakensiek (Vorstandsmitglied der Hamburger Volksbank), Ralf Martin Meyer (Polizeipräsident), Jens Meier (Geschäftsführer Hamburg Port Authority), Jennifer Schönau (General Manager AMERON Hamburg Hotel Speicherstadt), Lars Meier (Geschäftsführer Gute Leude Fabrik) und Thorsten Dzulko (Standortleiter Hamburg PricewaterhouseCoopers GmbH).

Für Unterhaltung, Inspiration und kulinarische Erlebnisse sorgten unterschiedliche Stationen unserer Partner: Käsefreunde freuten sich über die „Butterbrotstation“ von PricewaterhouseCoopers und dem Meierhof Möllgard, die Südliche Weinstrasse servierte passende Getränke und Süßigkeiten gab es an der Candy Bar der Hamburg Port Authority. Anaisio Guedes, Inhaber der Arte Gallery, präsentierte außergewöhnliche Kunstwerke und die Startups Rentory sowie Greenception luden am Mindspace-Tisch zum Gespräch. Spaßige Momente lieferten die „Flaschenpoststation“ des Kurierdienstes inline und Graf von Faber-Castell, an der Gäste einen kleinen Gruß an Freunde oder Partner schicken konnten, ein Roulette-Tisch der Spielbank Hamburg und der beliebte Schokobrunnen der Hamburger Volksbank. „Man kommt viel besser ins Gespräch, wenn man gemeinsam beim Roulette mitfiebert oder über einen Schokoladenfleck auf dem Jackett lacht“, erklärte Lars Meier, Geschäftsführer der Gute Leude Fabrik, das Konzept der Veranstaltungsreihe.

Ein weiteres Highlight des Abends war die Vergabe des „Netzwerkpreises“. Neu-Hamburger Dr. Peter Merschitz, Geschäftsführender Gesellschafter von Videoclinic.de, gewann eine Hafenrundfahrt mit Barkassen-Meyer für 20 Personen, die er demnächst mit weiteren Teilnehmern von „Hamburgs Spitzen“ antreten wird. Wir wünschen viel Spaß und freuen uns, dass der Netzwerkgedanke der Veranstaltung so auch abseits des Abends weiterlebt.

Vielen Dank an alle Gäste, Gastgeber, Partner und Helfer – „Hamburgs Spitzen“ war ein voller Erfolg und wir blicken bereits voller Vorfreude auf die nächste Ausgabe.

Weitere Fotos der Veranstaltung gibt es hier.