Hoch lebe das „Hanse Rendezvous“

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In den Hamburger Kammerspielen feierten Musiker, Schauspieler und Entscheider der Kulturbranchen der Hansestadt die Jubiläumsausgabe der renommierten Netzwerkveranstaltung.

Es war schon weit nach Mitternacht als im Logensaal der Hamburger Kammerspiele die letzten Kerzen gelöscht und das letzte Bierglas geleert war. Musiker Michy Reincke, Filmproduzent Ralph Schwingel (WÜSTE Film GmbH) und der Intendant der Hamburger Kammerspiele, Axel Schneider hatten zur nunmehr 10. Ausgabe des traditionellen Branchentreffs in den „Logensaal“ der Hamburger Kammerspiele eingeladen und rund 100 Gäste tauschten sich rege mit Kolleginnen und Kollegen aus den Branchen Musik, Film, Bühne sowie Medien und der Kultur unterstützenden Wirtschaft aus.

Dass sich das Format so deutlich in seiner Tradition und Positionierung entwickeln würde, hatte Lars Meier, Geschäftsführer der Agentur PReventas Hamburg, lediglich gehofft, als er 2008 das Konzept für die Netzwerkreihe entwickelte und sie noch im selben Jahr der Hamburger Öffentlichkeit präsentierte. „Ein branchenübergreifender Austausch innerhalb der Hamburger Kulturszene und Kreativwirtschaft ist unerlässlich, wenn man wirklich etwas bewegen will. Wir schaffen ein Forum, in welchem unsere Gäste immer wieder aktiv aufgefordert werden, über ihren eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, um das Bestmögliche für die Kultur ihrer Stadt zu erreichen und mit neuen Ideen und Inspirationen ihre eigene Branche zu bereichern.“

Den Gästen gefällt es. Sie lauschten gestern Abend interessiert der Impulsrede des Hausherrn Axel Schneider, in der das Thema „Netzwerk“ die entscheidende Rolle spielte: „Wir haben ein starkes Zuschauernetzwerk aufgebaut. Neben den Kammerspielen betreiben wir noch weitere Häuser in dieser Stadt und erreichen auf diesem Weg ein Stammpublikum von über 3.500 Abonnenten über die verschiedenen Theater verteilt, ohne echte Abo-Häuser zu betreiben.“ Axel Schneider, der von der Presse bereits als „Monopoly-Axel“ bezeichnet wurde, wies dabei darauf hin, „dass dieser Verbund von Theatern überlebenswichtig ist, da sich auf diesem Weg Synergien bilden, die der Stadt mehrere hunderttausend Euro fehlende Subventionen spart.“

Zur Halbzeit des Abends wurde dem Kulturaustausch der Runde noch einmal intensiv Ausdruck verliehen: Die Gäste nutzten die Bühne der „Hanse Rendezvous Kulturkiste“, um ihre persönlichen Kulturtipps den Zuhörern kundzutun. Verena Gräfe-Höft (Inhaberin Junafilm) legte dabei den Gästen das Crossover-Filmprojekt „Lollipop Monster“ nahe, Regisseurin
Frauke Thielecke forderte ihre Zuhörer auf, am 29. Oktober beim Bernd Begemann Konzert im Knust dabei zu sein.

Beim legendären Hanse Rendezvous Quiz hatte diesmal unter anderem Susanne Franke die Nase vorn. Weil sie alle Hamburg spezifischen Kulturfragen richtig beantwortete, gewann Sie ein exklusives „Scooter“ CD und DVD Paket von Kontor Records. Über ein „Goldenes Premierenticket“ (Zutritt zu insgesamt 3 Premieren plus Beleitung) der Hamburger Kammerspiele freute sich Fotograf Patrick Becher.

Insgesamt zeigt die rege Kommunikation der Gäste den Erfolg des Abends. Gastgeber Ralph Schwingel war vom „Hanse Rendezvous“ sehr angetan: „ Hier kommt die Quintessenz der Hamburger Kulturszene zusammen. Dieses Format ist einzigartig, es gibt nichts Vergleichbares in Hamburg.

Ebenfalls unter den Gästen des Abends: Pascal Funke (Geschäftsführer Funke Media GmbH), Guido Marc Gosch (Geschäftsführer Fliegende Bauten), Oliver Hagedorn (General Manager Edel Germany GmbH), Jürgen Hunke (Geschäftsführender Gesellschafter Hamburger Kammerspiele), Egbert Rühl (Geschäftsführer Hamburg Kreativ GmbH), Franz Plasa (Inhaber Home Studios), die Schauspielerinnen Nina Petri und Andrea Lüdke, Schauspieler Peter Heinrich Brix, Musiker und Songschreiber Frank Ramond, „Revolverheld“-Musiker Johannes Strate sowie Florian Vogel (Künstlerischer Leiter Schauspielhaus) und Studenten-Oscar-Gewinner Max Zähle.