Frankfurts Spitzen – „Frankfurt hat ein Nachwuchsproblem“

Stefan Winkler (Jumeirah Hotel) zusammen mit Markus Gotta, Larissa Pohl, Spitzen-Moderator Arne Jessen und Reinhard Fröhlich (v.l.n.r.)

135 Entscheider und ein aktuelles Thema: Im Rahmen des Netzwerkformats Frankfurts Spitzen diskutierten die „Spitzen“ der Stadt über die Zukunft des Frankfurter Medienmarktes.

Frankfurt braucht junge Wilde – so könnte man den Tenor der Netzwerkveranstaltung Frankfurts Spitzen beschreiben, die gestern Abend Entscheider und Persönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Medien, Sport und Wissenschaft im Hotel Jumeirah Frankfurt zusammenbrachte. Das Knüpfen geschäftlicher Kontakte war die Intention des Abends – ebenso wie der Austausch über Themen, die Frankfurt bewegen.

Angeregt wurde die Diskussion unter den Gästen durch den einleitenden „Spitzentalk“, durch den NDR-Moderator Arne Jessen führte. Reinhard Fröhlich (Geschäftsführer, Unternehmens-kommunikation, IHK Frankfurt am Main), Markus Gotta (Geschäftsführer, Deutscher Fachverlag GmbH) und Larissa Pohl (Chief Strategy Officer, Ogilvy & Mather Germany GmbH) setzten sich mit dem Thema „Journalismus in der Krise? – Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Frankfurt“ auseinander.

„Deutschland besteht aus Ein-Verlags-Kreisen – in den kommunalen Kreisen gibt es eigentlich neben der BILD nur noch eine regionale Tageszeitung. Das ist nun auch in Frankfurt so. Nun ist es wichtig, dass FAZ, Frankfurter Neue Presse und die Frankfurter Rundschau wirtschaftlich so erfolgreich sind, dass es Investitionsspielraum für den digitalen Bereich gibt, denn die Printauflagen werden unweigerlich sinken,“ beschreibt Reinhard Fröhlich die Herausforderung für die ansässigen Medien. Gleichzeitig weist er auf ein herausragendes Merkmal der Mainmetropole hin: „Frankfurt zeichnet sich durch die Verknüpfung von klassischen und digitalen Medien aus – gerade in Bezug auf digitale Entwicklungen wie Immobilienscout ist Frankfurt spitze, nicht zuletzt durch den Breitband-Anschluss, der anderen Städten überlegen ist.“

Weniger positiv betrachtet Larissa Pohl den Standort Frankfurt: „Wir haben große Probleme, hier Nachwuchs und Kreative zu finden. Auch aus diesem Grund haben wir gerade einen Standort in Berlin eröffnet. In Berlin, aber auch in Hamburg gibt es deutlich mehr Kreative als hier in Frankfurt. Die Stadt ist nicht mehr so attraktiv für Agenturen, wie sie mal war. Es ist unglaublich schade, wie viele sie verloren hat, und damit auch die jungen Kreativen“. Markus Gotta, als Geschäftsführer des Deutscher Fachverlag selbst Teil der Medienbranche, pflichtet Larissa Pohl darin bei: „Bei den jungen Kreativen steht nicht Materielles im Vordergrund, das kreative Umfeld und die Subkultur sind ihnen wichtig, und die fehlen ihnen hier. Es liegt also an den Unternehmen, gute Leute in die Stadt zu holen.“

Im Anschluss an den Talk genossen die Gäste das vielfältige Rahmenprogramm. Sie trafen sich an der Krombacher-Bar, verschickten Grüße mit der Flaschenpost von Mail Boxes Etc. 0009 und dem MeridianSpa Skyline Plaza oder ließen sich an der „Spitzen-Tafel“ von den animierten Imagefilmen des Start-ups nutcracker inspirieren. Während die Küche des Jumeirah Frankfurt die Gäste mit „Lachstartar in der Eiswaffel“ oder „Wolfsbarsch in der Salzkruste gebacken“ verwöhnte, mussten auch Fans rustikaler Leckereien nicht hungern: An der Butterbrotstation servierte die Bäckerei Zeit für Brot herzhaft belegte Leckerbissen aus ihrer Backstube.

Horst Vatter (Vorstand, Vatter & Vatter Verlags- und Medienberatung OHG) und Friedrich Avenarius (Geschäftsführer, VhU Vereinigung der hess. Unternehmerverbände Geschäftsstelle Rhein-Main-Taunus) hatten besonderen Grund zur Freude: Sie gewannen den Netzwerkpreis, eine Tagung für zehn Personen im Jumeirah Frankfurt, und können den umfassenden Service des Fünf-Sterne-Hauses genießen. Am Ende des Abends wurden die Gäste mit dem Shuttle-Service von BMW Euler sicher nach Hause gebracht.

Folgende Gäste haben u.a. an dem 5. „Frankfurts Spitzen“-Treffen teilgenommen: Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender, Eintracht Frankfurt Fußball AG), Reginald J.P. Dumont du Voitel (Präsident Schweizerisch-Deutscher Wirtschaftsclub FrankfurtRheinMain), Christoph Fay (Vorstand Finanzen, Deutsche Lufthansa AG), Thomas Feda (Geschäftsführer, Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main), Oliver Gripp (Geschäftsführer, Engel & Völkers Frankfurt), Andreas Rettig (Geschäftsführung, DFL), Miroslav Savanovic (Geschäftsführer, Protopharma engineering GmbH), Elke Schneiderbanger (Geschäftsführung, ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH), Heiko Scholz (Bahnhofsmanager, Hauptbahnhof Frankfurt), Joachim Spang (Geschäftsführer Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany GmbH), Manuel Stock (Fraktionsvorsitzender/Geschäftsführer, Die GRÜNEN im Römer) und Dr. Achim Thiel (Polizeipräsident Frankfurt am Main).

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