Gute Leude kaufen ein – für Dich Ü60

Moinmoin,
in einer Krise heißt es nicht, rette sich wer kann, sondern Solidarität mit den Schwächeren.
In meinem grenzenlosen Optimismus glaube ich auch in diesen Tagen an positive Dinge, die die Entwicklungen mit sich bringen. Aufgeben ist keine Lösung, mutiger Weitblick dagegen schon eher.
Die Krise ist noch lange nicht überwunden, sie fängt erst an. Wer jetzt schon glaubt, dass das alles weh tut, wird erst noch lernen, was Verlust, Einschränkung und Schwäche bedeutet. Die Einschnitte, die wir im öffentlichen Leben und in den Arbeitsabläufen jetzt erleben, sind vielleicht nicht ganz vergleichbar mit denen unserer Großeltern nach dem Krieg. Sie sind auch noch lange nicht vergleichbar mit der Situation der Tausenden Geflüchteten, die unsere Hilfe auch jetzt benötigen. Die sogenannte Nachkriegsgeneration hat bewiesen, wie man aus einer solchen Talsohle wieder rauskommt: Mit Anpacken und nicht Motzen, mit Demut statt Egozentrik und mit Umsicht und Teamgeist statt mit ich, ich, ich.
Die Krise lässt uns alle hoffentlich zusammen rücken und genau die Eigenschaften entwickeln und wieder zu Tage fördern, die ich in den letzten Jahren bei sehr vielen Menschen so vermisst habe. Fast angewidert verfolgte ich die als Meinungsaustausch getarnten Schreiereien und Pöbeleien im Netz und in TV-Talkshows. Auf der Straße gab es immer weniger Bitte und Danke oder ein „nach Ihnen“. Das Wort Entschuldigung drohte komplett aus dem Sprachgebrauch zu fallen. Vielleicht hilft uns die Situation ja, den anderen zu wertschätzen, Respekt zu zollen und alle mal einen Schritt aufeinander zu zugehen.
Krise braucht Führung, aber keine Solisten und wir sind in einer Krise. Wirtschaftlich und auch gesundheitlich. Pflegekräfte und Ärztinnen, die eh schon von Unterbesetzung und Überstunden geplagt sind, sind jetzt noch mehr gefordert.
Alle Systeme laufen am Limit.
Freiberufler, nicht nur in der Kreativszene bangen um ihre Lebensgrundlage. Ganze Branchen stehen still und müssen vieles auf Anfang setzen.
Die Sätze unseres Bürgermeisters Peter Tschentscher im „Gute Leude“-Podcast über die Definition von Guten Leuden, die auch an andere denken, sind für mich seit jeher eine Verpflichtung.
Auch wir haben unsere Kolleginnen nach Hause geschickt. Teils, um Urlaub zu machen und teils, um von zu Hause aus zu arbeiten.
Unsere Veranstaltungsaktivitäten haben wir für die nächsten drei Wochen ausgesetzt. Unsere Kunden aus TV, Industrie und Mittelstand bekommen all die Beratung und Begleitung, die jetzt von Nöten ist.
Statt aber nur über die Krise zu klagen und unsere Ängste mit anderen zu teilen, wollen wir auch anpacken und anderen helfen, die es noch viel schlimmer trifft.
Ab Montag wollen wir jeden Tag für fünf alte Leude ihre Einkäufe erledigen.
Menschen über 60 Jahre gehören zu den gefährdetsten Personen und sollen nach Möglichkeit alle soziale Kontakte meiden.
Doch wie kommen Dinge des täglichen Bedarfs in den Kühlschrank, wenn man nicht raus kommt?
Durch die Gute Leude Fabrik.
In den Vierteln Sternschanze, St Pauli, Eimsbüttel, Altona-Nord kaufen wir ab Montag jeden Tag für fünf Haushalte ein. Sie schicken uns ihre Bestellung bis 12 Uhr, wir legen das Geld bis 30 Euro zunächst aus und liefern am Nachmittag ab 16 Uhr.
Rufen Sie an unter 040-797557820 oder mailen Sie an joker@guteleudefabrik.de.
Danke und Ahoi,
Lars Meier & Team