#SUMMASUMMARUM | 377

Moin aus der Schanze,

um unseren dieswöchigen Titel direkt zu erklären: Unser Grafiker hat da anscheinend etwas falsch verstanden. Morgen heißt es: nachts im Museum. Die Lange Nacht der Museen geht nunmehr in die 21. Runde und rund 50 Kunsthäuser, Kulturstätten und Denkmäler sind mit von der Partie. Unter dem Motto „Möge die Nacht mit uns sein“ erstreckt sich das Event vom Zentrum über Bergedorf und Harburg bis nach Stellingen und lädt mit zahlreichen Veranstaltungen von 18:00 bis 1:00 Uhr zum Staunen ein.

Wie man sich da entscheiden soll, wohin die Reise als erstes führt? Keine Sorge, für diese Frage haben wir einen Experten in petto: Prof. Dr. Dirk Luckow. Der Intendant der Deichtorhallen verrät in der heutigen Folge „Wie ist die Lage?“, was uns am Samstagabend in seinem Museum erwartet. Klingt nach einem guten Plan fürs Wochenende? Finden wir auch. Vielleicht trefft ihr dort auch unsere neue Kollegin Leonie, die sich heute im Flurfunk vorstellt. Ihr wollt lieber etwas Entspanntes? Warum dann nicht einfach gemütlich auf der Couch ahoy radio hören? Unten lest ihr alles über das neue Format „Die Tower Hour”, welches heute um 21 Uhr startet. Darüber hinaus berichten wir, was Christina Rann auf dem Volunteers Kick-Off der EURO 24 erlebt hat. Und solltet ihr am Wochenende doch lieber verreisen wollen, packt lieber ein paar Euro mehr ein. Denn in unserem Lesetipp erfahrt ihr, warum die Stadt Venedig seit dieser Woche wie ein Museum Eintritt verlangt. Ihr wisst also, was zu tun ist, bevor ihr euch auf den Weg ins Wochenende macht.

Viel Vergnügen mit unserem #Summasummarum.


Das Podcast-Zitat der Woche 

„Auf der Straße kann man nicht nur Fußballspielen, sondern auch tanzen.“
Dr. Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien, erzählt im Podcast „Wie ist die Lage“ von den Kulturveranstaltungen im Rahmen der Fußball-EM der Herren.

„Ich habe schon zehn neue Songs fertig.“
Musikerin Miss Allie spricht im Podcast über ihre Tour und den Entstehungsprozess ihres neuen Albums.

„Kreative sollten sich alle sympathisch sein.“
Othmar Handl, Geschäftsführer und Gründer von „Forward Creatives“, berichtet vom „Forward Festival“ in Hamburg am 25. und 26. April.

„Straßenkunst muss von der Stadt unterstützt werden.“
Der Theatermacher und Organisator des Spielbudenfestivals, Corny Littmann, spricht über Straßenkunst in Hamburg.

„Die Lange Nacht der Museen ist eine besondere Art der Begegnung.“
Prof. Dr. Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen, berichtet über das Kulturevent am 27. April.

Alle Folgen „Wie ist die Lage?“ hört ihr hier und von Montag bis Freitag um 12 Uhr bei ahoy radio.


Flurfunk | Moin, Leonie 

Moin Leonie und herzlich willkommen bei der Gute Leude Fabrik. Du hast in den Niederlanden Eventmanagement studiert. Butter bei die Fische: Was haben uns die Holländer in deinen Augen voraus?
Das erste, das mir – und wahrscheinlich auch anderen – einfällt, sind Aspekte wie Digitalisierung und Weiterentwicklung. Was ich aber tatsächlich noch viel wichtiger finde, ist ihre Art, durch den Alltag zu gehen. Beschrieben werden kann sie am besten mit dem niederländischen Wort „gezellig” (was man jetzt eventuell mit „gesellig” übersetzen würde, es meint aber mehr als das). Es sind die Borrell-Kultur (Bitterballen und viele andere kleine Snacks zum Genießen), die Terrassen-Schlenderei und die einfach-mal-deinen-Träumen-nachgehen-Einstellung. Mit einer „gezelligen” Art und Weise geht alles etwas leichter von der Hand.

Woher kommt deine Leidenschaft für die Planung und Umsetzung von Events?
Was mich begeistert, sind Menschen mit kreativen Ideen und neuen Konzepten, die den Alltag ein wenig versüßen. Gewisse Strukturen sind für mich selbst immer wichtig, um mich in meinem eigenen Chaos zu organisieren. Das ist eine meiner Stärken. Die Freizeit- und Eventplanung erlaubt mir dann, diese Stärke mit meiner Leidenschaft für kreative Ideen zu vereinen. 

Anfang April bist du bei uns gestartet und verstärkst das Event-Team. Dein Einstieg war die große Party der Hamburger Morgenpost. Konntest du ein wenig mitfeiern?
Nach einem erfolgreichen Einlass und vielen zufriedenen Gästen hatte ich natürlich auch die Möglichkeit, spannende Gespräche zu führen und interessante Menschen kennenzulernen. Zudem gab es auch leckere, frisch gemachte Pizza, von der ich das ein oder andere Stück genießen konnte. 

Am Samstag ist Lange Nacht der Museen. Welches Museum in Hamburg würdest Du nachts gerne mal besuchen?
Bei Nacht rücken alle Museen in ein ganz anderes Licht. Ganz besonders wurde mir das Internationale Maritime Museum empfohlen, welches bei mir auch gleich Heimatgefühle auslöst. Ein Highlight – gerade bei Nacht – ist die einzigartige Lage des Museums. Die glitzernden Lichter des Hafen hüllen einfach alles in eine magische Atmosphäre.


ahoy radio | Es ist Tower Hour

Was hören die Towers-Profis eigentlich privat? Am Freitag um 21 Uhr startet die „Tower Hour” bei ahoy. In dem neuen Format stellt jeweils ein Basketballer der Hamburg Towers seine Lieblingssongs vor. In der entspannten Atmosphäre der ahoy-Studiokabine erzählen die Spieler persönliche Anekdoten zu den Titeln und geben Einblicke in das Leben eines Profibasketballers.

Den Auftakt macht Youngster Leif Möller. Der Guard ist Jugendnationalspieler und ein Eigengewächs der Towers. Umso größer war die Freude, als er im Februar seinen Vertrag verlängerte. Für die „Tower Hour” hat er eine schmackhafte Mischung aus Hip-Hop und Pop zusammengestellt – der perfekte Einstieg in ein erfolgreiches Basketballwochenende. Denn am Sonntag geht es für die Towers um 17 Uhr zu den EWE Baskets nach Oldenburg. Dann darf Leif auch wieder auf dem Platz aufdrehen. Aber erstmal: Freitag um 21 Uhr ahoy einschalten und genießen.


Lars Meier Management & PR | Christina Rann und 1.600 Volunteers auf Kampnagel

1.600 Volt ehrenamtliche Energie gab es am Dienstag auf Kampnagel zum Kick-Off der Volunteers für die EURO24. Christina Rann moderierte die Veranstaltung, auf der sich die Volunteers zum ersten Mal kennenlernen konnten. Auf der Bühne sprach Christina neben Innensenator Andy Grote auch mit HSV-Nachwuchsdirektor und Europameister Horst Hrubesch sowie Football Coach Patrick Esume, der bei der EM als Host City Ambassador dabei ist. Hrubesch erinnerte sich an die Volunteers zu seiner Zeit, die ihn nach der Pressekonferenz ins Hotel brachten, weil der Mannschaftsbus schon abgefahren war. Auch wenn es, wie Grote bestätigte, noch einiges zu organisieren gibt, ist die Vorfreude auf die EM auf Kampnagel greifbar. Christina resümierte: „Ihr seid das Gesicht der EURO in Hamburg und habt heute schon ganz viel Energie und Tatendrang ausgestrahlt“. Am 16. Juni um 15:00 Uhr geht es los mit dem ersten EM-Spiel in Hamburg zwischen Polen und den Niederlanden.


GLLT | Venedig? Fünf Euro, bitte.

Aus der Sicht vieler Touristinnen und Touristen ist Venedig wie ein großes Open-Air-Museum. Seit vielen Jahren jedoch sorgen sich die wenigen verbliebenen Venezianer um ihre Heimat und suchen nach Möglichkeiten, die trampelnden Horden besser in den Griff zu bekommen. Seit gestern verlangt die Lagunenstadt von Tagesbesuchern eine Gebühr. In einem Interview mit DER SPIEGEL erklärt die Umweltaktivistin Jane da Mosto, warum sie nichts davon hält und was sie stattdessen fordert. Unseren Lesetipp der Woche findet ihr hier.

Damit verabschieden wir euch in ein schönes Wochenende.

Eure

PS: Das Summasummarum gibt es auch bequem als Newsletter. Hier anmelden.

Weitere Artikel

#SUMMASUMMARUM | 467

Moin aus der Schanze, nach zwei Tagen OMR laufen wir fußmäßig ungefähr so rund, wie ein Einkaufswagen mit blockierter Rolle. Zwischen Panels, Podcasts und Espresso-Dauerbetrieb

#SUMMASUMMARUM | 466

Moin aus der Schanze, ein bisschen Kiez, ein bisschen Kopf, viel Bewegung. Zwischen Gesprächen über Stadtentwicklung in Eimsbüttel, neuen Podcastfolgen mit überraschend persönlichen Einblicken und

#SUMMASUMMARUM | 465

Moin aus der Schanze, Hamburg denkt gerade wieder laut über sich selbst nach. Zwischen Mobilitätswende, Olympia Chancen und vollen Veranstaltungskalendern wird verhandelt, wie diese Stadt

#SUMMASUMMARUM | 464

Moin aus der Schanze, es gibt diese Wochen. Die, in denen Hamburg sich selbst daran erinnert, was alles in ihr steckt. Ein bisschen Kiez, ein