#SUMMASUMMARUM | 199 | 04.09.2020

Hallo aus der Schanze,

herzlich Willkommen im September. Der neunte Monat des Jahres begann gleich mit einem richtig tollen Vollmond, aber auch sonst ist an unserem Firmament in diesem Monat einiges los, berichtet Prof. Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetarium Hamburg in seinem Sternen-Podcast.

Vom Himmel zurück auf die Erde und zu unserem etwas anderem Wochenrückblick. Eine schockierende Buchpremiere, ein spannender Vortrag, eine klimafreundliche Aktion auf zwei Rädern, aufgeregte Schwimmbad-Nostalgiker und natürlich unsere Podcast. Noch etwas vergessen? Wenn, dann lest ihr es jetzt im SummaSummarum, dem rundumsorglos Paket für den besten Start ins Wochenende. Los geht es.


Lars Meier | Ein gutes Beispiel für beste Kommunikation

Wie kann man mit keinem Budget und einer verrückt-genialen Idee über 1.8 Millionen Herzen für eine gute Sache erwärmen und dabei 2.3 Milliarden Kontakte generieren? Das klappt, wenn man Lars Meier heißt, ein kreatives Team um sich schart und über drei Monate ganz Deutschland auf die Situation der Hamburger Kulturszene aufmerksam macht und dabei andere Städte inspiriert, es MenscHHamburg e.V. und der Gute Leude Fabrik gleichzutun. Das Ergebnis war eine Spendensumme von über einer halben Million Euro in der Corona-Hochphase und ein „Best Practise Case“, den Lars auf einem Vortrag beim Rotary Club vergangenen Freitag im Grand Elysée Hamburg vorstellte. Er erzählte von der Kraft der guten Idee, gesellschaftlicher Verantwortung, erklärte, wie gute Kommunikation auch in schwierigen Zeiten funktioniert und – wie sich jeder einbringen kann. Inspirierend? Unbedingt.

 


Lars Meier Management & PR | Eine „schockierende“ Buchpremiere

„Schockraum“ ist da. Seit Montag ist Tobi Schlegls erster Roman im Handel und an diesem Abend fand die Premiere unter strengsten Hygiene-Vorkehrungen in der St. Pauli-Kirche statt. Moderiert wurde der Abend von Aspekte-Moderator Jo Schück, Musik gab es von Klebe, die aus dem Soundtrack des Buches (Anm. d. Red.: Ja, den gibt es wirklich) Songs gecovert haben.

Mopo-Verleger Arist von Harpe zeigte sich angetan von Tobis Debutroman: „Das Buch wirft einen guten Blick auf die Welt, die man sonst nicht so wahrnimmt“. Moderator Jo Schück fügte hinzu: „Das ist ein Buch auch für Leute, die keine Ahnung vom Notfallsanitäterleben haben, so wie ich zum Beispiel. Es ist zwischendurch ein packender Thriller und es ist anrührend. Jede Emotion, die der Mensch besitzt kommt in diesem Buch vor“. Auch die Presse ist begeistert von „Schockraum“, so berichteten unter anderem die FAZ, die Süddeutsche Zeitung, die Welt am Sonntag sowie viele andere über die neue Bettlektüre, die sich jeder holen sollte.


Podcast-Zitat der Woche

„Der Kiez wird schon lange ausgeblutet.“

Mit diesem klaren und eindeutigen Zitat eröffnete die angesehene Fotografin CP Krenkler in dieser Woche unseren fast täglichen Podcast „Wie ist die Lage?“ in Zusammenarbeit mit der Hamburger Morgenpost. Im Gespräch mit Lars Meier sprach sie über die Gentrifizierung von St. Pauli und ihre Angst, dass die Pandemie der sündigen Meile den Todesstoß versetzen könnte, wenn es richtig dumm läuft und die Politik nicht reagiert. Mit Tulga Beyerle, der Direktorin des MKG sprach Lars über die Lindbergh-Schau und ihre Pläne für 2021. Verkehrssenator Anjes Tjarks sprach über den Antrieb der Zukunft und Franca Cuneo, Chefin des „Cuneo“ über das Durchhalten während der Krise. Den Abschluss der Woche bildet heute das Gespräch mit Michael Wagner von der Schlachterei „Hans Wagner“, der mit einem Augenzwinkern verriet, warum er nicht gerne grillt. Vor allem bei einem Schlachter interessant. Na, dann: Guten Appetit beim Hören.

 


Bäderland & MenscHHamburg e.V. | Alsterschwimmhallen-Nostalgie und eine geniale Spendensumme

8.777 Euro – das ist die Spendensumme, die Bäderland und MenscHHamburg e.V. bei der gemeinsamen Auktion erzielt haben. Diese Woche war es nun soweit: Die begehrten Stücke wurden von echten Hamburger Alsterschwimmhallen-Nostalgikern abgeholt, die natürlich ihre Erinnerungen an die altehrwürdige Schwimmoper mit uns geteilt haben.

Jetzt verabschiedet sich die ASH erst einmal in die dreijährige Umbauphase, doch wir haben noch ein paar kleine Schätze gefunden, die ihr euch hier noch schnell sichern könnt.

MenscHHamburg freut sich, mit dieser tollen Spendensumme vielen Hamburger Kindern in Zukunft schöne Erlebnisse im kühlen Nass zu ermöglichen. Danke, Hamburg.


N Klub | Hamburg radelt um die Wette

Das Fahrrad als umweltfreundliches Fortbewegungsmittel schlägt so schnell nichts. Gute Leude nutzen bei jeder Gelegenheit im Alltag ihre Drahtesel. Keine Frage also, dass auch wir dabei sind, wenn das Klima-Bündnis zum jährlichen „Stadtradeln“ aufruft. Seit gestern läuft der dreiwöchige Wettbewerb, der den Spaß am Radfahren stärken und auf eine bessere Infrastruktur aufmerksam machen will. Mitmachen können alle, die ohnehin immer wieder auf dem Rad sitzen oder sich genau das vorgenommen haben. Die zurückgelegten Kilometer fließen dann in die gemeinsame Team-Statistik. Ihr wollt mitradeln? Das Team unseres nachhaltigen Netzwerks N Klub freut sich über Verstärkung. Hier geht’s zur Anmeldung.  Wir halten euch natürlich auf unserem Instagram-Account über die Fortschritte auf dem Laufenden, dazu müsst ihr uns nur folgen.


Gute Leude Flurfunk | Ein Blick hinter die Türen der Fabrik

Die Alsterschwimmhalle geht in die Umbauphase, das Planetarium Hamburg startet mit neuen Shows, aber mal ehrlich, seit Corona ist unser Freizeitverhalten ziemlich aus den Fugen geraten. So sieht es auch bei vielen Unternehmen der Branche aus. Umso kreativer die Ansätze, mit neuen Konzepten zu überzeugen und einen Hauch von Normalität in das von Corona-geprägte Leben zu bringen. Zeit, unsere Expertin für Freizeitunternehmen, Anne Obloch, zum Gespräch zu bitten.

Viele Freizeitunternehmen haben wieder geöffnet, aber natürlich unter strengen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen und vor allem nur mit einer begrenzten Zahl an Gästen. Dennoch gibt es bei vielen Besuchern, gerade in den sozialen Medien viel Kritik und Unverständnis, weil der Normalzustand nicht hergestellt werden kann. Woher kommt deiner Meinung nach diese Haltung?

Das Bedürfnis und der Wunsch nach Normalität sind bei vielen Menschen einfach sehr groß. Gerade nach den letzten Wochen und Monaten sehnen sich viele nach ein bisschen unbeschwertem Freizeitvergnügen. Man möchte endlich wieder Schwimmen gehen, in den Trampolinpark, ins Planetarium oder ins Kino. Gleichzeitig möchte sich jeder möglichst „sicher“ fühlen. Beiden Bedürfnissen gerecht zu werden, ist ein herausfordernder Spagat – nicht nur für die Freizeitbranche. Leider wird bei der Kritik, gerade in den sozialen Medien, nicht immer bedacht, dass die Unternehmen sich die Beschränkungen ja nicht selber „ausdenken“, sondern vielmehr mit großem Einsatz versuchen, für ihre Gäste bestmöglichen Freizeitspaß unter Einhaltung der gebotenen Auflagen zu ermöglichen.

Du betreust in der GLF die Kunden Bäderland und Sprung.Raum, die sich viele Aktionen, verschiedene Ideen und Konzepte überlegt haben, um auch während des Lockdowns und vor den Lockerungen nach außen aktiv zu präsentieren. Zu welcher Strategie würdest du Unternehmen aus dem Freizeitbereich grundsätzlich in Krisensituationen raten?

Naja, in Krisen ist der erste Rat ja immer „Ruhe bewahren“. Das ist aber natürlich viel leichter gesagt als getan – besonders, wenn Situationen wie der Lockdown, Umsatzausfall bei gleichzeitig hohen Mieten und so weiter die eigene Existenz bedrohen. Aber es zahlt sich aus – das sieht man auch jetzt, in der Phase der Wiederöffnung. Wer es jetzt schafft, seinen Gästen Sicherheit und ein Maß an Normalität zu vermitteln, wer souverän und bedacht mit den Auflagen und Einschränkungen umgeht, gewinnt auch schnell das Vertrauen der Gäste. Und das ist das, was jetzt zählt. Denn trotz aller Sehnsucht nach Normalität ist die Verunsicherung natürlich da.

Apropos Freizeit. Du bist ja derzeit auch weitestgehend im Home Office tätig – wie hast du die letzten Wochen mit Familie, Kindern und Arbeit zu Hause erlebt? Was würdest du Familien in der Situation raten?

Im Prinzip das Gleiche wie Unternehmen auch: Ruhe bewahren :). Und das Beste draus machen. Wir sind gut damit gefahren, uns als Familie gemeinsam der neuen Situation möglichst flexibel anzupassen, Veränderungen anzunehmen und jeden Tag neu zu schauen, wie wir alle Bedürfnisse und Notwendigkeiten am besten unter einen Hut bringen. Aber ich denke, da ist es wichtig, dass jeder die Lösung findet, die zu ihm und zu den jeweiligen Rahmenbedingungen passt. Für viele war bzw. ist ja eher das Gegenteil – Strukturen und klare Abläufe – hilfreich.


Reeperbahnfestival , Schockraum, Hurts neues Album und Tocotronics „Sag alles ab“ – unsere Lieblinge des Monats September sind genauso bunt, wie die Bäume draußen bald sein werden. Wenn ihr noch Inspirationen für den Monat braucht, solltet ihr unsere „Lieblinge des Monats“ nicht verpassen.


Jetzt seid ihr mit den frischesten Infos aus der Susannenstraße versorgt. Wir sind mit unserem SummaSummarum am kommenden Freitag wieder da und wenn ihr uns sprechen möchtet – einfach Kontakt aufnehmen.

Ein schönes Wochenende und bis nächsten Freitag.
Eure