#SUMMASUMMARUM | 274

Moin aus der Schanze,


in dieser Woche haben die ersten Familien die MenscHHamburg WG bezogen. Doch was macht Menschen mit unterschiedlichen Geschichten in sieben Wohnungen eigentlich zu einer WG? Es ist der gemeinschaftliche Wille aller Beteiligten, aus schrecklichen Umständen das bestmögliche entstehen zu lassen. Von der ersten Sekunde an ist die Hilfsbereitschaft spürbar, und das allem voran bei den Menschen, die selbst am dankbarsten sind für jede neue Möglichkeit. Die Hoffnung, die der Idee des Wohnprojekts zugrunde liegt, bestätigt sich bei jedem Schritt: Ein Zuhause schafft man gemeinsam und wenn nötig den Schicksalsschlägen zum Trotz. Vielleicht ist eine unserer stärksten Waffen gegen Krieg, gemeinsam dagegen anzuleben. Fern von reiner Ablenkung, aber eben auch mit den schönen Dingen, die es ausmachen und uns zusammenbringen.

Davon zeugt auch unser Wochenrückblick. Bereichernde Gespräche, bleibende Momente und jede Menge Kulturtipps. Dazu freuen wir uns über einen Neuzugang in der Gute Leude Fabrik, den wir euch gerne vorstellen möchten.      

Viel Vergnügen mit unserem #Summasummarum.


GLF für MenscHHamburg e.V. | Ein zweites Zuhause in Hamburg

#MoinMoinRefugees ist nicht nur eine Grußformel. Ermöglicht durch den Verkauf der Buttons und weitere Spenden entsteht mit der MenscHHamburg WG derzeit die wohl integrativste Wohngemeinschaft Hamburgs. Unter dem Motto „Voneinander lernen, miteinander leben“ organisiert der Verein mit unserer Unterstützung Kriegsgeflüchteten eine zweite Heimat. Die Idee: Die Geflüchteten wohnen zusammen und werden von den Mitgliedern und Freundinnen des Vereins durch ihren Alltag begleitet. Insgesamt wurden dem Verein sieben Wohnungen mietfrei zur Verfügung gestellt, die in den letzten zwei Wochen wohnlich hergerichtet wurden.

„Wir wollen Hamburg von der schönsten Seite zeigen“, betont der Vereinsvorsitzende und Gute Leude Chef Lars. „Wir haben alle ein großes Netzwerk an Kontakten und Möglichkeiten. Dieses nutzen wir, um den Geflüchteten das Leben hier zu erleichtern und sie schnell in das Leben in der Hansestadt zu integrieren.
„Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und nehmen die Verpflichtung gerne an. Wir wollen von unseren Gästen lernen, und sie sollen durch uns Hamburg kennen- und vielleicht lieben lernen. Dafür brauchen wir viele Geldspenden und Unterstützung in den unterschiedlichsten Bereichen. Kooperationspartner können sich gerne bei uns melden“, ergänzt Arne Platzbecker von Mensch Hamburg e.V. Unterstützt werden kann die MenscHHamburg WG durch Spenden an den Verein sowie weiterhin durch den Kauf der #MoinMoinRefugees-Buttons.


Das Podcast-Zitat der Woche

„Meine Muttermlich ist der Grüne Veltliner.“

Florian Zschiedrich ist zurück von den Paralympics – und empfängt diese Woche gleich eine der vielseitigsten Schauspielerinnen Deutschlands: Leslie Malton. Im Berlin Gespräch berichtet sie, wie sich die verschiedensten Nationalitäten in ihr vereinen und warum sich der Grüne Veltliner wie ein roter Faden durch ihr Leben zieht.

Bei Ball you need is love empfängt Arnd Zeigler diese Woche die Präsidentin des Deutschen Bundestags: Bärbel Bas ist MSV Duisburg-Fan durch und durch und schwelgt mit Arnd in den Erinnerungen an ihre eigene Fußballkarriere. Während dieser hat sie übrigens eine Zeit lang mit der jetzigen Trainerin der Deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft Martina Voss-Tecklenburg gekickt.

Was braucht es, um als Kulturschaffende erfolgreich unterwegs zu sein? Ganz klar: ein Netzwerk. Simone und Ole sprechen in Kirschbier und Tomatensalat darüber – und offenbaren tiefe Einblicke in das Business. Denn hinter dem Netzwerken steckt oft auch ein Kalkül.


„Wie ist die Lage?“ ist zurück

Während sich der mediale Fokus momentan auf die Situation in der Ukraine richtet, bleibt auch die Lage aHabt ihr euer (fast) tägliches Hamburg-Update vermisst? Dann haben wir gute Neuigkeiten für euch: „Wie ist die Lage?“ ist aus der Pause zurück. Ab Sonntag ruft Lars wieder für euch bei den prominenten Lenkerinnen und unbekannten Denkern der Hansestadt an und stellt ihnen die berühmte Frage. Neue Folgen gibt es sonntags bis donnerstags auf eurer liebsten Streaming-Plattform (zum Beispiel hier) und am Folgetag in der Mopo zum Nachlesen.


Lars Meier Management & PR | Tobi Schlegl auf die Ohren

Kürzlich noch zu Gast in der NDR Talk Show – diese Woche bei Feel Hamburg zu hören: Tobi Schlegl spricht im Podcast über einschneidende Erlebnisse auf der Sea-Eye 4 und verrät uns außerdem seine Lieblingsecken in Hamburg.

Nachschlag von und mit Tobi gibt es anschließend beim Podcast Das Ziel ist im Weg mit Andreas O. Loff. Im Sommer 2020 war er dort schon einmal zu Gast – die Berichte über seine Zeit an Bord des Rettungsschiffs, die er nun mit uns teilt, gehen unter die Haut.

Allen, denen Tobi auf den Ohren zu wenig ist, ist übrigens auch geholfen: Am 21. März liest er live und in Farbe auf dem internationalen Literaturfest lit.COLOGNE aus seinem neuen Buch SEE.NOT.RETTUNG. Tickets für die Lesung sind noch erhältlich. 


Flurfunk | Oliver Schütte

Mit Oliver Schütte haben wir seit diesem Monat einen weiteren Fachmann in unseren Reihen. Wie er zu den guten Leude gekommen ist, welche Herausforderungen er sieht und wie er am liebsten entspannt, hat er uns im Flurfunk verraten.

Moin Olli und nochmal herzlich willkommen. Du bringst viel Erfahrung in Sachen PR, Media und Content-Produktion mit. Ebenso eine umfangreiche Expertise im Digitalbereich. Wie hast du die Arbeit der Gute Leude Fabrik in diesen Bereichen bisher wahrgenommen und wie kam es zur Entscheidung, nun selbst Teil des Gute-Leude-Teams zu werden?

Erst einmal vielen Dank für die mega-herzliche Aufnahme im Kreise der Guten Leude. Hier muss man gar nicht erst ankommen, sondern bekommt vom ersten Moment an das Gefühl vermittelt ein fester Teil der Gute Leude Fabrik zu sein. Lars und ich kennen uns genau 20 Jahre. Wir feiern also dieses Jahr eine Art Jubiläum. An vielen Kampagnen – und natürlich auch an den Events, konnte man in Hamburg ja gar nicht vorbeikommen. Lars und ich haben uns zu Beginn der Pandemie dann intensiver ausgetauscht. Da wurde der Grundstein dafür gelegt, dass ich heute ein Teil der Gute Leude Fabrik bin. Im Laufe weiterer Gespräche hat sich der Wunsch nach einer Zusammenarbeit dann gefestigt.

Du bist bei uns für Digitales & Podcasts verantwortlich. Auf welche Herausforderungen in diesen Bereichen freust du dich besonders?

Ich sehe Digitales und Podcasts nicht wirklich als komplett getrennte Bereiche. Schließlich sind Podcasts ein digitales Audioformat, und digitale Inhalte finden ohne eine entsprechende Aktivierung in allen relevanten Kanälen meist nur schwerlich den Weg zur anvisierten Zielgruppe. Die Tatsache, dass digitale Audioformate, und übrigens auch Film, im Internet eine immer wichtigere Rolle spielen, ist toll zu beobachten. So besagt eine aktuelle Studie z.B., dass digitale Audioformate im letzten Jahr einen Zuwachs von 20% erfahren haben. In einem Wachstumsbereich zu arbeiten ist natürlich eine sehr tolle und dankbare Aufgabe. Gleichzeitig sehe ich hier die größten Herausforderungen. Sich ein Mikro schnappen, drauflos zu plappern und daraus einen Podcast zu basteln, versuchen viele.

Ebenso herrscht oft die Meinung vor, dass z.B. Social-Media-Aktivitäten für Marken und Unternehmen keine Raketenwissenschaft seien. „So ein paar Postings sind doch schnell gemacht“, hört man immer mal wieder. Dass einem das Ganze aber um die Ohren fliegen kann, wenn diese Dinge nicht richtig geplant und umgesetzt werden, steht auf einem anderen Blatt. Hier ist sicher noch eine Menge Aufklärung und Überzeugungsarbeit zu leisten, dass die Zusammenarbeit mit einer Agentur wie uns extrem sinnvoll sein kann, wenn man erfolgreich im Netz unterwegs sein will. Auch ist in vielen Unternehmen das Format Podcast noch gar nicht richtig im Marketing-Mix etabliert. Was Podcasts leisten können, muss zum Teil noch in den Köpfen der Verantwortlichen verankert werden.

Eine weitere Herausforderung besteht sicher darin, dass sich die digitale Welt extrem schnell weiterentwickelt. Hier Schritt zu halten, immer up-to-date zu sein und Innovationen sinnvoll für unsere Kunden und Projekte einzusetzen, macht mir riesigen Spaß. Klar ist: Hier ist so viel Musik drin, dass die Arbeit niemals langweilig wird. Kann es eine bessere Motivation geben?   

Wo trifft man dich nach einem Arbeitstag oder am Wochenende zur Entspannung?

Ich bin ein Familienmensch und habe auch eine gehörige Portion Rock´n Roll intus. Unter der Woche trifft man mich abends meist bei der Familie zuhause an. Was nicht bedeutet, dass ich ein Stubenhocker bin. Im Gegenteil. Ich gehe super gerne auf Rock- und Metal-Konzerte – bevorzugt von Skandinavischen Bands. In Pandemiezeiten halte ich den Ball da aber noch flach. Als Kontrast dazu treibe ich mich auch gerne abends auf Business- und Networking-Veranstaltungen rum. Ich mag es, neue Leute kennenzulernen. Und auch wenn es irgendwie mit Arbeit zusammenhängt, fühlt es sich für mich nicht wie Arbeit an. Am Wochenende trifft man mich mit der Familie auf dem Golfplatz in St. Dionys. Bei einer Runde Golf kann ich hervorragend abschalten. Ich freue mich übrigens auch darüber, immer wieder neue Plätze zu spielen. Wenn also einer der Summa-Leser Lust auf eine Runde Golf hat: meldet euch gerne. Vielleicht passt´s ja mal, und wir gehen zusammen eine Runde.


Gute Leude unterwegs | Orgelklänge in der Elphi

Seit einer Woche laufen die Paralympics in Peking. Mittendrin ist Florian Zschiedrich, der die Stimmen der Für einen Teil der guten Leude war letzten Sonntag Kultur angesagt. Juan de la Rubia zeigte vollen Körpereinsatz an der Orgel in der Elbphilharmonie. Für alteingesessene gute Leude ein alter Hut, haben sie während der Aufnahmen für „Einer kommt, alle machen mit 2020“ quasi in der Elphi gewohnt. Für uns Neulinge ein einzigartiges und beflügelndes Erlebnis. Herzlichen Dank an Vortänzer Lars für die Einladung.


GLLT | Der Gute-Leude-Lesetipp

Die Corona-Pandemie und die dadurch entstandene Querdenkerszene mit ihren gefährlichen Falschinformationen hat noch einmal verdeutlicht, wie wichtig das Checken von Fakten ist. Auch der Krieg in der Ukraine unterstreicht die gefährliche Macht der Falschinformationen.

Darum ist unser Lesetipp der Woche das Online-Angebot des Hamburger Start-Ups „Facts for Friends“. Das System fungiert als eine Verbindung zwischen professionellen Faktencheckerinnen und Social Media Usern. Der Vorteil für die Userseite besteht darin, dass man sich nicht länger mit komplizierten Recherchen auseinandersetzen muss, denn das System verpackt alle richtiggestellten Informationen der Profis in sogenannte „Fact Snacks“. Diese können dann als Bild oder Text direkt in den sozialen Medien mit anderen geteilt werden. „Facts for Friends“ ermöglicht es dadurch auch Einzelpersonen einen Beitrag zu leisten, um die Verbreitung von Fake News im World Wide Web zu bekämpfen.

Das Online-Angebot des Hamburger Start-Ups findet ihr hier.

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende.

Eure

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