#SUMMASUMMARUM | 369

Moin aus der Schanze,

morgen vor zwei Jahren, am 24. Februar 2022, begann der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Ein völkerrechtswidriger Akt, der unermessliches Leid über die Menschen in der Ukraine gebracht hat. Seitdem ist die Welt in Europa eine andere.

Mittlerweile leben über eine Million Geflüchtete aus der Ukraine bei uns in Deutschland – 20 Ukrainerinnen und Ukrainer sind in der MenscHHamburg WG untergekommen. Die Idee dahinter: Die Schutzsuchenden wohnen zusammen und werden von den Mitgliedern und Freundinnen des Vereins durch ihren Alltag begleitet.

Nun sind fast zwei Jahre vergangen, in einer Stadt, die für sie nur eine zweite Heimat sein kann. Ihre Heimat ist das, was wir beiläufig in den Nachrichten verfolgen. Wie es sich anfühlen muss, wenn es heißt, dass die ukrainische Großstadt Donezk in die Hände der Russen zu fallen drohe – unvorstellbar.

Morgen stehen wir still. Für den Frieden in der Ukraine und weltweit. Dazu ruft der Verein MenscHHamburg zum zweiten Mal unter dem Motto #HamburgStehtStill auf. Blau-gelb leuchtende Werbetafeln in der gesamten Stadt machen auf die Aktion aufmerksam: Um 12:00 Uhr wird es eine Gedenkminute geben. Die U-Bahnen stellen für eine Minute ihren Betrieb ein. Hamburger Sportvereine unterbrechen für eine Minute ihre Punktspiele. Am Hafen wird der Hammer fallen gelassen, um dann um 12:01 Uhr mit Schiffshörnern die Stille zu durchbrechen.

Wie ihr selbst oder mit eurem Unternehmen an der Aktion teilnehmen könnt, habt ihr mit Sicherheit schon mitbekommen. Falls nicht, erfahrt ihr es nochmal im Anschluss an diese Einleitung. Und was Verkehrssenator Anjes Tjarks über #HamburgStehtStill denkt, verrät euch unser Podcast-Zitat der Woche. Unser Lesetipp beschäftigt sich mit dem Schicksal geflüchteter Ukrainerinnen und Ukrainer und stellt die Frage: „Vorläufig angekommen – oder nur davongekommen?”

Hier kommt unser #Summasummarum.


GLF für MenscHHamburg e.V. | Hamburg steht still

Genau zwei Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine setzen wir gemeinsam ein Zeichen für den Frieden. Unter dem Motto #HamburgStehtStill ruft der Verein MenscHHamburg zu einer ortsunabhängigen Gedenkminute am Samstag, 24. Februar, um 12:00 Uhr auf. Die Minute des Innehaltens gilt dabei nicht nur unserer Partnerstadt Kiew. Sie soll allen Ukrainerinnen und Ukrainern zeigen, dass ihr Leid nicht in Vergessenheit gerät.

Viele Firmen, Vereine und Institutionen hatten sich der Aktion bereits im letzten Jahr angeschlossen und so die Stadt inklusive des öffentlichen Nahverkehrs für einen Moment stillstehen lassen. Die eindrucksvollen Bilder der solidarischen Hamburgerinnen und Hamburger gingen um die Welt. Dieses Zeichen für den Frieden möchte MenscHHamburg morgen wiederholen – aus ebenso gegebenem wie traurigem Anlass.

Neben allen Hamburgerinnen und Hamburgern ruft MenscHHamburg auch Firmen, Institutionen, Vereine und Behörden dazu auf, gemeinsam ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

Und so unterstützt ihr die Aktion:

  1. Macht auf #HamburgStehtStill aufmerksam und sagt es weiter. Teilt die Grafiken zur Aktion im Vorfeld in den sozialen Netzwerken und nutzt den Hashtag. Zeigt, dass ihr dabei seid.
  2. Überlegt vorab, wie ihr die Aktion in Bildern oder Videos festhalten könnt.
  3. Am Samstag, 24. Februar um Punkt 12:00 Uhr wird für eine Minute geschwiegen und die Stadt zum Stillstand gebracht. Im Anschluss kann ab 12:01 Uhr z.B. die ukrainische Nationalhymne gespielt oder auch anderweitig Lärm gemacht werden.
  4. Schickt eure Bilder und Gedanken in die Welt und teilt sie in den sozialen Netzwerken. #HamburgStehtStill

Herzlichen Dank, dass ihr mit MenscHHamburg und uns ein Zeichen setzt.


Das Podcast-Zitat der Woche

„#HamburgStehtStill ist eine wichtige Aktion“

Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks spricht im Podcast „Wie ist die Lage?“ über die Gedenkminute für den Frieden in der Ukraine am Samstag.

„Im Aufsatz über „Die Leiden des jungen Werther“ hatte ich eine Fünf.“ 
Schauspielerin Isabella Ginocchio redet über ihr Stück „Die Leiden des jungen Werther“ im „Theater Das Zimmer“.

„Ein AfD-Verbot kann helfen.“
Der Bundestagsangeordnete Dr. Till Steffen spricht über ein Parteiverbot und darüber, wie sich die Gesellschaft positionieren sollte.

„Wir müssen entweder Preise erhöhen oder Personal kündigen.“
Karsten Schölermann, Chef des „Knust“, erläutert die aktuellen Probleme der Hamburger Clubs.

„Ich habe mich für das Risiko der Selbstständigkeit entschieden.“
Modebloggerin Laura Noltemeyer spricht im Podcast über ihren Weg als Unternehmerin.

Alle Folgen „Wie ist die Lage?“ hört ihr hier und von Montag bis Freitag um 12 Uhr bei ahoy radio.


Lars Meier Management & PR | „aspekte“ von der Berlinale

Die Berlinale ist im vollen Gange und Jo Schück mittendrin. Denn für die neue Folge „aspekte“ gibt es einiges von Deutschlands wichtigstem Filmfestival zu berichten. Zum Beispiel über die Verleihung des „Goldenen Ehrenbären“ an einen der erfolgreichsten Regisseure unserer Zeit: Martin Scorsese. Oder über den Film „Love Lies Bleeding“ mit Kristen Stewart, der eine queere Liebesgeschichte in New Mexico der 80er Jahre schildert. Und weil es keine Berlinale ohne politische Themen gibt, widmet sich „aspekte“ auch Filmen wie „No other Land“, der die Situation im Westjordanland dokumentiert, oder „Intercepted“, der sich mit dem Krieg in der Ukraine beschäftigt und auf der Berlinale seine Weltpremiere feiert. 

Mit welchen Stars Jo für das aspekte-Spezial von der Berlinale sprechen konnte, seht ihr heute Abend ab 21 Uhr in der ZDFmediathek. Eins können wir euch schon jetzt verraten: Es wird eine bärenstarke Folge.


Flurfunk | Moin, Philipp

Moin Philipp und auch an dieser Stelle nochmal herzlich willkommen in der Gute Leude Fabrik. Du unterstützt uns seit Anfang des Monats tatkräftig. Wie war dein Start hier?
Moin! Ich bin Anfang Februar in der Sternschanze gelandet und wurde sehr herzlich in Empfang genommen. In der kurzen Zeit habe ich bereits viel erlebt und stecke schon knietief in meinem Lieblingsthema: Podcast. Ich bin gespannt, welche Aufgaben noch auf mich warten.

Erzähl uns doch etwas über deinen bisherigen Weg. Wie bist du hier gelandet?
Gebürtig komme ich aus der circa acht Stunden südlich von Hamburg gelegenen Region Heidelberg. Nach ein paar Praktika im Medienjournalismus habe ich in Kaiserslautern noch ein Diplom in Architektur dazwischengeschoben. Es ist aber meine Passion für Podcasts, die mich in die Gute Leude Fabrik gezogen hat.

Du bist direkt mittendrin, allem voran im Podcast-Team. Was reizt dich besonders an diesem Bereich?
Wenn ich mal nachzähle, verbringe ich mit keinem Medium mehr Zeit als mit Podcasts. Ich kann mich auf dem Weg zur Arbeit über das Weltgeschehen informieren, Kritiken über die neusten Filme und Videospiele beim Sport hören oder dank Comedy-Podcasts in der Bahn zum Lachen gebracht werden – die ein oder andere unangenehme Situation inklusive. Besonders faszinierend finde ich aber die Geschichten und Lebensrealitäten von Communities, die in anderen Medien nicht immer erzählt werden.

Apropos Podcasts: Hast du abseits von unseren eigenen Formaten Tipps für unsere Leserinnen und Leser?
Wenn es um weltweite Nachrichten geht, höre ich gerne „11KM: Der Tagesschau Podcast“, bei dem in circa 30 Minuten über aktuelle News und Nachrichten, die es vielleicht nicht in die Schlagzeilen geschafft haben, berichtet wird. Im Podcast „Halbe Katoffl“ geht es um das Aufwachsen und Leben von Menschen mit migrantischer Geschichte in Deutschland und „Die Neue Norm“ beschäftigt sich mit dem Thema Inklusion in der Gesellschaft. Und wenn ich mal etwas zum Lachen brauche, höre ich sehr gerne „Drinnies“.

Das Wochenende naht: Worauf freust du dich? 
Als Wahl-Hamburger muss ich mich noch etwas an das Wetter gewöhnen, aber mit ein bisschen Glück wird die Sonne scheinen. Da nun langsam der Frühling in der Luft liegt und die Flohmarktsaison beginnt, freue ich mich auf den ein oder anderen ausgiebigen Spaziergang durch die Schanze oder an der Elbe. Ich möchte das Wochenende aber vor allem entspannt angehen.


GLF für Neues Amt Altona | Wie wollen wir arbeiten?

Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen? Und wie wollen wir darin arbeiten?
Zeit, darüber zu sprechen.

Am 12. März laden die Macherinnen und Macher des Neuen Amts Altona (NAA) ein, ihr innovatives Projekt in entspannter Atmosphäre kennenzulernen und mit ihnen über neue Anforderungen und Möglichkeiten der Arbeitswelt zu sprechen.

Einen passenderen Ort könnte es dafür nicht geben, denn mit dem NAA wird ein Co-Working-Space geschaffen, der seinen Nutzerinnen und Nutzern gehört. Die aktuell 200 Mitglieder zeigen, wie die Stadt und das Arbeiten der Zukunft aussehen können: nachhaltig und gemeinschaftlich.

Neben einer Gesprächsrunde über die Zukunft des Arbeitens stellt das Neue Amt Altona am 12. März Möglichkeiten vor, mit eurem Unternehmen Teil des Projekts zu werden – ob über Co-Working-Plätze für Mitarbeitende, Firmenevents, Mitgestaltung oder Sichtbarkeit als Partner.

Hier könnt ihr euch für das Event anmelden.


Gute Leude Podcasts | Mitra Kassai im Hamburg Gespräch

Mitra Kassai war Managerin von deutschen Rapstars und setzt sich heute für würdevolles Altern ein. Wie die ausgebildete Hutmacherin in der Musikbranche landete und warum sie sich als Vorbild sieht, erzählt sie Lars in „Gute Leude – Das Hamburg Gespräch“. Außerdem erklärt die gebürtige Münchnerin, warum sie Hamburg Berlin vorzieht und blickt auf die Lage der angespannten Clubszene der Hansestadt. 

Die ganze Folge findet ihr u.a. hier. Neue Hamburg-Gespräche hört ihr jeden zweiten Montag um 20 Uhr bei ahoy radio und anschließend überall im Stream.


ahoy radio | Mitra wird zu DJ Rita

Mitra Kassai hat nicht nur eine Menge zu erzählen, sondern auch eine schier unendliches Plattenregal. Aus dem zieht sich die Gründerin von OLL INKLUSIV jeden zweiten Dienstag ihre liebsten Scheiben und legt sie eine Stunde lang bei ahoy auf. Wie viel Spaß sie beim Entstauben ihrer Schätze hat, ist dabei nicht zu überhören. In „DJ Ritas Plattenkiste” ist von Jazz über Soul und Rock alles mit dabei. Die Sendung hört ihr jeden zweiten Dienstag um 17 Uhr bei ahoy, das nächste mal also am 5. März.


GLLT | Vorläufig angekommen

Am Samstag vor genau zwei Jahren begann der schreckliche Angriffskrieg von Putins Russland auf die Ukraine. Wie ihr in diesem Newsletter bereits nachlesen konntet, steht Hamburg daher morgen auf Initiative von MenscHHamburg für einen kurzen Moment still. Kurz nach Kriegsbeginn erreichten die ersten ukrainischen Kriegsgeflüchteten Deutschland, mittlerweile leben rund 1,1 Millionen hier bei uns. Wie geht es ihnen? Was macht das Land mit ihnen? Und wie verändern sie die Republik? In einer ausführlichen Reportage geht DER SPIEGEL diesen und vielen weiteren Fragen nach. Dabei besuchten die Journalistinnen und Journalisten auch Menschen, die Geflüchtete zu Kriegsbeginn bei sich zu Hause aufnahmen, sprachen mit Lehrerinnen und Lehrern und natürlich mit Ukrainern, die inzwischen hier in Deutschland leben. Unseren Lesetipp findet ihr hier.

Damit verabschieden wir euch in ein schönes Wochenende.

Eure

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